Samstag, 12. Dezember 2009

Ein Duft von Weihnacht! :)

Heute war ich im Four Season Hotel und die hatten da einen echten Weihnachtsbaum stehen! Nicht so'n komisches Plasteteil, einen richtigen, echten Weihnachtsbaum. Und der hat geduftet! Mhhh!
Jetzt werden sich einige fragen, was ich in dem Hotel gemacht habe. Ich war da mit Brian und Tomoya - field trip.
Bilder gibt es zwar auch, aber ich bin viel zu alle um die jetzt hochzuladen (vielleicht morgen, nach einem Teller Milchreis XD). Nachdem ich nämlich durch halb Tokyo gelaufen bin und mich in die vollen Kaufhäuser gestürzt habe um Karten zu besorgen (jetzt muss sich nur noch jemand finden, der die schreibt O.O), habe ich im upermarkt Mandarinen gekauft - 9,5kg für 1000Yen. (Ich weiß schon wie der Essensplan der nächsten Tage aussieht. ^^) Die musste ich dann nur noch nach Hause schleppen. Sind zwar auch nicht wesentlich schwerer als ein Päckchen Wasser, aber unhandlicher zu tragen und mein Weg ist deutlich länger als vom Keller in den Fahrstuhl in die Wohnung - um einiges. Aber ich habs geschafft! (Mühsam nährt sich das Eichhörnchen!)

Auf meinem Rückweg von Shibuya nach Ikebukuro habe ich dann auch noch Camille in der Yamanote getroffen (nicht nur getroffen, ich habe den Platz neben ihr ergattert). Tokyo ist eben doch ein Dorf.

Auf bald! °.°

Montag, 7. Dezember 2009

Ein Nachtrag

Mir ist aufgefallen, dass beim letzten Eintrag das "New Moon" aus der Überschrift fehlt (oder ich habe es einfach überlesen), deswegen will ich das noch nachtragen, aber vorher noch was zur Meiji Memorial Picture Gallery. Es gab dort nicht nur Bilder, sondern auch das ausgestopfte Pferd des Meiji Kaisers. O.O

Nun also zum "New Moon". So heißt der 2.Teil der Twilight-Saga. Ich habe den Film am Freitag gesehen (nachm Shopping). Wir waren zu neunt (Katrin, Iris, °.°, Charlotte, Laura, Verena, Snash, Jon und Celine). Der Film selber hat mir eigentlich gefallen, aber der Schluß war vermurkst meiner Meinung nach. Ich möchte hier auch nicht mehr verraten, falls es Leute gibt, die den Film ohne Vorsage gucken möchten.
Kino in Japan ist teuer, aber es hat durch aus auch seine Vorzüge. (Mal das Negative - meiner Meinung nach - vorne weg: die Sitze hatten alle einen Becherhalter (weil ins Kino ja auch so viele Leute gehen, die ihre Cola nicht mehr halten können), ist nicht schlecht, aber mich hat das gestört (ich habe jetzt eine Delle im Oberschenkel O.O).) Das Kino war in etwa so groß, wie alle 10 Kinos im halleschen Cinemax zusammen (und es war nicht voll; es gab übrigens noch mehr Kinosäale) und die Lehnen von den Sitzen gingen schön weit hoch, nicht so wie in Deutschland, wo die Lehne schon auf halber Strecke endet. Das Kino gebäude an sich hat mich aber irgendwie an ein Krankenhaus erinnert, zum einen lag es wohl daran, dass alles weiß war und zum anderen, dass viele mit Maske rumgerannt sind (jetzt ist wieder Maskenzeit).
Nach dem Kino sind wir nach Ikebukuro und haben uns dort mit Jons Freundin Ayumi getroffen um was zum Abend zu essen. Nach längerer Suche haben wir dann ein Indisches Restaurant gefunden, in dem wir alle Platz hatten. Das Essen war gar nicht mal so schlecht, aber die Bedienung war nicht so toll und die Preise waren gepfeffert (kurz: ich gehe da kein zweites Mal hin). Und danach wollte ich eigentlich meinen Express erwischen, aber das steht ja schon im anderen Eintrag. °.°

Samstag, 5. Dezember 2009

Shizuoka, Meiji Memorial Picture Gallery und New Moon

Bevor ich mit meinem Trip nach Shizuoka und den vergangenen Tagen anfange, hier noch ein paar Bilder von meinem Besuch im Edo-Tokyo-Museum mit der Uni vom 17.11.2009.


Dieses Bild zeigt eine Statur von Tokugawa Ieyasu, dem ersten Shogun des Tokugawa-Shogunats, dar.

Eine Bildrolle.


Nocheine Bildrolle.







Und weils so schön ist, noch eine Bildrolle.







Hier ein Paar Wandschirme, die Edo (früherer Name von Tokyo) während der Edo-Zeit (1600-1868).






Töpferwaren


Arbeitsplatz eines Arbeiters während der Edo-Zeit






Wohnraum einer Familie (4-5 Personen) während der Edo-Zeit







Und nun meine Trip nach Shizuoka (27.11. - 29.11.2009) mit der Uni. Wir waren 32 Studenten (11 Japaner(innen) + 21 ausländische Studenten) und 5 Betreuer (4 Japaner(innen) + Brian (kam aber erst am Samstag dazu)). Wir waren mit dem Bus unterwegs und sind am Freitag gegen fünf am Nachmittag losgefahren und haben dann gegen sieben an einer Raststätte haltgemacht. Das war mein erstes Mal, dass ich auf einer japanischen Autobahn gafahren bin - die sind sogar beleuchtet. O.O Wir haben für die Reise dann auch Namensschilder bekommen, damit wir unseren Namen nicht vergessen - bei den Japanern und Chinesinnen stand der Name in Kanji und in Katakana drauf, bei den Koreanerinnen weiß ich nicht genau und bei uns anderen stand der Name in Katakana und lateinischen Buchstaben. Die Jungen hatten babyblaue Schilder und die Mädels babyrosa. :) Und dann wurde lustig getauscht. Wie schnell man Japaner wird. ^^








An dieser Raststätte haben wir dann also was zum Abend gegessen und Eis gab's auch noch - teuer (380 Yen), aber lecker.




An der Raststätte habe ich dann dieses Schild gesehen. An dem Stand konnte man gebratenen Tintenfisch kaufen. Ich mag zwar keinen Tintenfisch, aber ich fand das Bild so knuffig.





Und hier ein Schild von der Raststättentoilette. Wer bitte kommt auf die blöde Idee sich verkehrt rum aufs Klo zusetzten oder sich auf die Klobrille zustellen? Ich meine, immerhin bin ich nicht in Deutschland. Das Klo war aber richtig cool. Es war riesig - nicht die einzelnen Klokabinen (obwohl die etwas größer als sonst waren) - da gab's mindestens 50 Klos und bei den Waschbecken - super schick und neu - kam warmes (!) Wasser raus. O.O






Wir sind dann gegen 22:00h in unserem Hotel angekommen. Es gab keine Betten, sondern Futons auf Tatami (Bambusmatten). Von unserem Zimmer konnte man das Meer sehen (nicht am Abend, da war es dunkel, aber am nächsten Morgen). Die meisten sind dann noch ins Onsen (japanisches Gemeinschaftsbad - meist (wie hier) nach Geschlechtern getrennt - aus einer heuißen Quelle) gegangen. Meine Mitbewohner sind dann auch gar nicht mehr wieder gekommen - ich bin dann irgendwann gegen halb zwölf ins Bett und gegen viertel eins kamen Snash und Mika kurz rein, sind dann aber gleichwieder gegangen. Snash kam dann gegen halb zwei um sich dann auch ins Bett zubegeben, aber Mika und Nae kamen nicht.




Ich bin früh um 5:20h aufgestanden und ins Onsen gegangen. Es gab 4 Bäder - ein Außenbad (war ich nicht drinne) und 3 Innenbäder (ein heißes, ein kaltes und ein heißes Apfelbad). :)









Meine Mitbewohnerinnen (von links: Mika, Nae, Snash).









Es gab dann am nächsten Tag auch Frühstück - Büffet, japanisch und westlich gemischt, wobei das westliche japanisiert wurde. Aber es war gut und reichlich. ^^




8:30h sollten wir uns dann am Bus treffen (am Samstag früh O.O *Augenringe bis zum Bauchnabel*). Eine der Betreuerinnen hat dann gesagt, dass man durch die Bäume den Fuji sehen kann. Wir sind dann noch 50m weiter gegangen und da hatten wir einen herrlichen Blick auf den Fuji - keine Wolke, Sonne im Rücken und 20°C im Schatten (dafür war der Montag in Tokyo dann wieder naß und kalt). Nach der Fuji-Foto-Session sind wir dann wieder zum Bus und weiter gefahren.





Am Strand beim Miho no Matsubara/Hagoromo no Matsu. Da gibt es eine Legende dazu: Vor langer Zeit hat ein Fischer ein Gewand gefunden, dass im Miho Kiefernhain hing. Als der Fischer es mitnehmen wollte, kam eine Frau und bat ihn ihr das Gewand, Namens Hagoromo, zurück zugeben. Der Fischer meinte aber, es gehöre ihm, da er es gefunden hatte. Als sie das hörte, weinte sie, weil sie ohne das Gewand nicht in den Himmel zurückkehren konnte. Der Fischer gab es ihr unter der Bedingung zurück, dass sie für ihn den himmlischen Tanz tanzen sollte, während sie es trägt. Sie akzeptierte die Bedingung und als sie ihren Tanz beendet hatte, löste sie sich in Nebel auf. (meine Übersetzung einer englischen Beschreibung)




Wir waren dann dort am Meer - zuerst gab es Sandstrand, aber je näher man dem Meer kam, um so steiniger wurde es.




Auf dem Bild sind grad alle beim Fotografieren. Links hinten drei unserer Betreuer, vorne von links: Jon, Katrin, Iris.




Wir sind dann weitergefahren zur Nihondaira Seilbahn. Hier ein Video (mein einziges auf der Reise).





video




In der Seilbahn - ich kam mir vor, wie in der Yamanote-Linie in Tokyo zur Stoßzeit - 40 Leute in eine Miniseilbahn (in Deutschland hätte man nur 20 reingelassen

Ein japanischer Ahorn im Herbst.





Kunouzan Toushougu - Eingang von Tokugawa Ieyasus Grab. Einige mögen sich fragen: Ieyasus Grab? Das ist doch in Nikko! ... Auch. Er hat 2 Gräber - im wahrsten Sinne des Wortes eine gespaltene Persönlichkeit. ;) Dieser Schrein ist im Übrigen auch ein kleines Nikko. Treppen, Treppen und nochmals Treppen.






Hauptgebäude des Kunouzan Toushougu.

Ein Mandarinenbaum - will jedenfalls mal einer werden. :)


Das eigentliche Grab.





Von links: Yuri, Yuki, Iris



Von links: Stephanie und Camille; im Hintergrund Verena.


Zu viele. O.O


Von links: Tomoya, Verena, Nanami


Nochmal ein Ausblick aus der Seilbahn: Herbst in Japan.
Noch ein Ausblick: das Meer.


Yuri hat mir einen japanischen Spruch (sowas wie Fischers Fritze) bei gebracht: nama mugi, nama gome, nama tamago (rohes Weizen, roher Reis, rohes Ei). Er hat mir das auch übersetzt ins Englische. Er hat zu "nama mugi" "raw feat" gesagt und ich dachte mir nur: "roher Fuß?" O.O Nein, er meinte "wheat", bei Japanern ist die englische Aussprache etwas anders. >.<

Anderes Beispiel: wir waren in der Seilbahn auf dem Weg zurück zum Bus und plötzlich fingen alle an zu krietschen und ich dachte mir nur so: "Was ist jetzt los?", ich habe gefragt und als Antwort kam "a ship". Ein Boot? O.O Aufm Trocknen? Ich habe nachgefragt "fune? a boat?" "no, the animal!" Ah! Gemeint war "a sheep" - ein Schaf. ... Japaner! >.<>
Wir sind dann weiter gefahren zum Sunpu Takumi Shuku - einem Center für traditionelle japanische Handarbeit. Dort haben wir dann ein Tuch aus Baumwolle (?) indigo gefärbt (natürlich mit Muster - zuerst rollen, dann falten und dann Gummis drum). Ich habe mich gleich mitgefärbt. Blau ohne zu trinken. :)

Hier ein Blick in den Garten. Man konte dort auch Handarbeiten kaufen.

Danach sind wir dann weiter zum Hotel gefahren und gegen fünf angekommen. Da es diesmal ein anderes Zimmer war, hatte jeder sein eigenes Zimmer. Und im Gegensatz zum ersten Hotel, in dem man keinen Schlüssel brauchte, wenn man vor der Tür stand, das Zimmer aber nicht abgeschlossen war, brauchte man hier aber seinen Schlüssel. Einige haben das nicht gewusst, die haben sich dann erstmal ausgesperrt. ^^ Ich war natürlich nicht dabei!

Nach dem Einschecken und sich kurz erholen, gings dann weiter zum 50-Minuten-Sushi-Tabehoudai (so viel Sushi essen, wie man kann, innerhalb von 50 Minuten).

Hier der Eingang zum Restaurant: Plastesushi zu einem Fuji aufgetürmt mit den Köpfen von Staatsoberhäuptern drum rum - hinten links, das ist unsre Angie.

Hier mein Sushi (ich habe natürlich ein Bissl mehr gegessen). Von links: Thunfisch, pürierter Seeigel (oder hat der schon von Natur aus so eine Konsistenz? O.o?), Lachsrogen, Thunfisch- und Gurkeröllchen und dann noch Ingwer, der übrig blieb. Auf Extraplatten gab es dann noch Sushi mit Minigarnelen (hab ich persönlich nicht gegessen - die Garnelen waren da immerhin im Ganzen drauf, mit Kopf und Augen und Füßen und Fühlern +.+), Lachssushi, Thunfischsushi, Eisushi, Aalsushi (Genta kann seinen Aal auf Reis alleine essen - da waren noch Minigräten drinne +.+), Muschelsushi, Tintenfischsushi, Salatsushi (ich hab's nicht gegessen, also weiß ich auch nicht was das für Salat war), dann gabs noch eingelegtes Fleisch (war gut), fritiertes Hühnchen, fritierten Fisch (keine Ahnung welcher Fisch es war, auf jeden Fall kein Aal, denn es waren keine Gräten drinne ^^), Salat und Orangen. Ich habe mich vorwiegend an den Thunfisch gehalten, denn (guter) Thunfisch ist normal sau teuer! Die Sushiköche/-macher sind auch gar nicht mit dem Sushimachen hinterher gekommen (bei über 30 gefräßigen Studenten - wovon 21 Ausländer waren, 5 Betreuern und ca. 10 anderen Leuten von der Musashi - die waren nur zu diesem Zeitpunkt da, ich habe nicht ganz verstanden was die an der Musashi machen, glaube aber, die sind im Graduiertenkolleg oder so, kein Wunder). Zuerst standen ca. 10 große Teller mit Sushi da, am Ende war es nur noch einer. Es war gut und reichlich - könnte es ruhig jeden Tag geben. ;)

Nach dem Sushi hatten wir noch Zeit uns in dem Einkaufszentrum umzusehen. Die meisten haben dann auch noch ein Eis gegessen - diesmal war es auch nicht so teuer, nur 250 Yen; ich hatte Himbeere - sehr fruchtig. ^^ Ich habe in diesem Hotel zum ersten mal für diese Weihnachten Weinachtslieder gehört. T.T Gebt mir Ohropax! Hey, es ist echt nervig! Was in Deutschland "Stille Nacht, heilige Nacht" und "Oh, du Fröhliche" ist, das ist in Japan "Santa Claus is coming to town" und "White Chrismas". @.@

Abends im Hotel habe ich dann noch ein Bad in der riesigen Wanne in meinem eigenen Bad genommen (ein öffentliches Bad gab's nicht). An der Wanne war ein Schild dran und da waren 2 Bilder drauf, das eine hat ein Männchen beim Duschen und das andere eins beim Baden gezeigt, und drunter stand: "In case of shower" und "In case of bath". Ich dachte mir nur, da fehlt noch ein Bild mit dem Spruch "In case of emergency". Ich hab vergessen das zu fotografieren. T.T Echt schade! Also ich habe ein Bad in dieser riesigen Wanne genommen - bei uns heißt so was Duschkabiene (die Knie an den Ohren). Ich dachte nur: "Hoffentlich komme ich auch wieder hier raus!" (wie ihr merkt, ich bin rausgekommen) Ich hätte mein Bad auch fast geflutet - war alles aus Plaste, also kein Problem. Ich setze mich rein, der Pegel steigt und steigt. Auf jeden Fall hatte ich noch vom Färben das Blau an meinem linken Arm ein Stück überm Handgelenk, dort, wo die Handschuhe nicht mehr hingereicht haben, und ich dachte eigentlich, dass das nicht wasserlöslich ist, sondern nur mit ganz viel Schrubben wieder abgeht. Ich habe mich getäuscht! Mein Arm hat die Badwand berührt und als ich ihn weggenommen habe, war ein blauer Fleck an der Wand. O.O Leider wollte dieser Fleck dann nicht mehr gänzlich von der rauhen Wand weg. T.T Ich bin dann nach etwa einer Stunde (!) wieder raus und in mein Bett (groß und hart ) - so ein richtiges Bett, wo man rausfallen kann! der Futon war aber auch nicht schlecht!

Wisst ihr, was es am nächsten Morgen zum Frühstück gab? Brötchen! Aber jetzt nicht so ein latsche-ami-Weisbrotzeug, sondern ein richtiges deutsches Brötchen (es gab sogar Körnerbrötchen, auch wenn die ein Bissl mehr Farbe hätten vertragen können) - einziger Unterschied zu den Brötchen in Deutschlan: sie waren klein, aber so richtig klein und niedlich, so ein Drittel bis die Hälfte. Klein aber frisch - ofenwarm. Es gab Büffet, nicht ganz so abwechslungsreich, wie im anderen Hotel, aber genug. Es gab auch Salat, wobei ich noch nie grünen Salat mit Banane gegessen habe. O.O

Wir haben uns dann wieder in der Lobby getroffen (um 8:00h am Sonntag >.<) und sind abgefahren. Wir haben dann an einer Plantage gehalten und sind erstmal Mandarinen pflücken gegangen - ich fands schade, dass wir gleich nach dem Frühstück dahingefahren sind, denn ich war noch gesättigt und konnte nicht soviele Mandarinen essen, denn man durfte die nicht mitnehmen, sondern musste die gleich verzehren (ich habe 3 rausgeschmuggelt - liegt mir im Blut XD). Die waren super lecker.



Brian mit Mandarine

Also das ist keine Mandarine, aber was das ist, weiß ich auch nicht.
Wir sind dann weiter gefahren, zur Ruine des Sunpu-Schlosses, das im 2.WK zerstört wurde. Wenn man in Deutschland von der Ruine eines Schloßes/einer Burg spricht, meint man meist mehrere Steine übereinander getürmt - kurz auch Grundmauer(n). In Japan ist das etwas anders, da meint man, wenn man von Ruine spricht, einen asphaltierten Platz, an dem vor Jahrzehnten mal ein Schloß/eine Burg gestanden hat. Das ganze wird dann noch durch eine Mauer und einen Wassergraben umzäunt. Ich habe aber nicht viel davon gesehen, denn wir sind dort nicht lange geblieben und ich musste mal aufs Klo, nicht dass das problematisch gewesen wäre, aber alle anderen Mädels mussten auch aufs Klo (20 Mädels auf 4 Klos, wobei eins europäisch war und das andere japanisch (Loch im Boden)). T.T
Da es aber eh nicht so viel zu sehen gab, habe ich nicht viel verpasst. Das beste habe ich schon vorher fotografiert. Den Eingang zum Momiji-yama Garten. Schick, oder?

Ein Teil der Außenmauer, aus dem Bus fotografiert.

Meine 3 geschmuggelten Mikan (jap. für Mandarine) - sie haben nicht lange überlebt (eine hat das Zeitliche noch während der Busfahrt gesegnet und die anderen haben den Montag nicht überlebt. :)
Wir sind dann an den Hafen (Shimizu Port) gefahren um dort auf ein Shiff/Fähre/was-weiß-ich zu steigen und unser Mittagessen einzunehmen. Alle Leute, die seekrank werden, sollten an Land bleiben und dort essen - Brian war der einzige, der zurück blieb, aber es ist zweien aufm Schiff schlecht geworden.
Zum Essen gab's japanisch. Ich möchte hier sagen, dass ich im Allgemeinen nichts gegen japanisches Essen habe, aber es gibt einige Sachen, um die ich einen großen Bogen machen möchte - alles mit augen z.B..
Oben links: Karotte, komisch eingelegte (aber essbare) Kartoffel, Kürbis und untendrunter eine Miniaubergine (4cm mit Stiel)
Unten links: Ei und Aal
Unten rechts: eingelegtes Gemüse, Reis in Tofu, Reis mit irgendwas drinne und oben drauf Minigarnelen
Oben rechts: rot-weißer Ingwer, Lachs, Tempura (fritiertes Gemüse und Minigarnelen), Schinken mit Fettrand, Zitrone, etwas undefinierbar rosafarbenes und rotes, süßes Bohnenmus mit Mochifüllung (gematschter Reis).
Schimizu Port vom Boot aus. Wir sind nach dem Essen ans obere Deck gegangen - entweder haben wir die Japaner abgeschreckt, oder es war der Wind und der starke Seegang. XD Auf jeden Fall waren nur noch ein älteres Ehepaar oben und hat uns (!) fotografiert, wie wir (also die anderen, nich ich) Unsinn gemacht haben - natürlich alles im Rahmen des Erlaubten. Das Boot hat immer schön geschaukelt, teilweise so stark, dass ich mich fast hingelegt hätte. Es war sehr lustig!

Als das Boot wieder angelegt hatte, haben wir alle eine Tüte in die Hand bekommen. Enthalten war ein Gundam Roboter-Bausatz (Gundam ist ein Anime), der in Shizuoka neu produziert wird und wir sind die ersten die den erhalten (da war auch noch was anderes speziell dran, aber das weiß ich nicht mehr) und dann haben wir noch einen Trinkbecher (nach dem Thermoflaschen-Prinzip) bekommen, mit einem Bild des Fuji (ganz niedlich), den kann man auch nicht kaufen.
Und dann durften wir noch auf die Ocean Princess (wobei wir nicht abgelegt haben). Das Schiff haben wir schon vom anderen Schiff gesehen und Jon und ich haben darüber geredet - wir haben es umgetauft auf "Flying Dutchman", ich wollte eigentlich "Black Pearl", aber Jon meinte, dass das Schiff keine schwarzen Segel hat. T.T Kann man nix machen!
Jon mit der Mütze des Kapitäns und dem Kapitän, im Vordergrund Alex mit ihrem selbstgefärbten (!) Tuch.

Die Ocean Princess (für die Masten hat's nicht mehr gereicht, denn die Kamera hat die Hufe hochgericcen und gesagt: "Ich will nicht mehr!")
Anschließend sind wir dann noch zum Kashi ni ichi Markt - da verkaufen die Fisch und alles was im Meer so kreucht und fleucht. Seegurken, Kraben, Kugelfisch, Muscheln, ... . Die hatten da sogar einen Hai in mini, tod. Konnte man anfassen und streicheln. Irgendwie haben mir die armen Tierchen Leid getan (vor allem alle die, die noch gelebt haben). T.T Für einige von unseren Vegetariern war das etwas zu viel, die sind gleich rückwärts wieder raus.
Nach dem Fischmarkt sind wir dann wieder zurück gefahren. Ich habe mit Tomoya, Phillip und Chris das Wortreihenspiel auf Japanisch gespielt. Für alle, die nicht wissen was gemeint ist: Es wird ein Wort gesagt und das nächste Wort muss mit dem letzten Buchstaben des vorangegangenen Wortes beginnen, dabei darf es keine Doppelnennungen geben z.B. Katze-Elephant-Tinte-Eiche-eins-Süden etc.. Im Japanischen spielt man das natürlich mit Silben, so darf das Wort auch nicht auf "n" enden, sonst hat man verloren, weil es im Japanischen kein Wort gibt, dass mit der Silbe "n" anfängt. (Kleine Frage zwischen durch: Wann hat man in Deutschland eigentlich verloren?) Ich bin zweite geworden. Es ist auch echt schwer gegen einen Japaner zu gewinnen, vor allem wenn er so gemein ist und seine Wörter immer auf "i" enden lässt. T.T Auch wenn ich es fast geschaft hätte (bilde ich mir jedenfalls ein), denn Tomoya hatte nach einer Weile auch Problem Wörter auf "i" zu finden. :)
Nach unserem Spiel haben wir uns dann alle mehr oder weniger der gleichen Tätigkeit hingegeben - Schlaf nachholen. Ich war echt alle, aber ich musste ja noch nach Hause, nachdem wir gegen halb sechs an der Musashi abgesetzt wurden. War echt blöd mit dem Gepäck wieder zurück ins Wohnheim zu fahren, mir kam es auch vor, als ob sich mein Gepäck verdoppelt hätte. Ein Haufen Tüten.
Im Wohnheim angekommen wollte ich mir dann eigentlich noch einen Milchreis kochen (war auch extra noch im Supermarkt und habe Milch gekauft) - mal was ordentliches zu Essen. ;) Kleiner Scherz. Ich war zu faul und habe mich mit Cornflakes begnügt.
Am Nächsten Tag hatte ich dann schön wieder Japanisch. Und Seki-sensei war auch wirklich gut drauf: "Ich weiß ja, dass ihr keine Zeit zum lernen hattet, aber ihr hättet ja vorher lernen können, deswegen schreiben wir jetzt auch einen Test." -.- Er war nicht schwer, aber ich habe ein paar Schusselfehler gemacht.
Dienstag sind wir mit Brian dann in die Meiji Memorial Picture Gallery. Er hatte es vorher irgendwann mal angesagt, aber ich konnte mich echt nicht mehr daran erinnern. Was wir gehen ins Museum? Heute? Wann wurde denn das gesagt? O.O Ich wollte heute doch lernen! +.+
Hier ein Foto der Meiji Memorial Picture Gallery. Innen durfte man leider keine Bilder machen. Es wurde das Leben des Kaisers Meiji gezeigt anhand von 40 Bildern - mal im japanischen, mal im westlichen Stil. Es gab auch immer Erklärungen dazu - die Beschreibung, was an denn da sieht war auch in Englisch, leider war die Beschreibung der Namen, wer alles auf dem Bild zu sehen ist, nur in Japanisch. Blöd! "Kaiser Meiji" habe ich ja noch gerade so hinbekommen, aber die anderen. @.@ Wo bei auch nicht immer beschrieben wurde, was man denn sieht, sondern manchmal auch nur, was man erahnen könnte, wenn man wüsste was dargestellt werden sollte. Kompliziert? Machen wir's einfach: Zum ersten Bild war als Beschreibung, dass man die Geburt des Kaiser Meiji sieht. Das Bild selber (3x3m groß, wie fast alle Bilder) zeigte ein Haus (ca. 15x15cm klein) in mitten von lauter blühenden Bäumen. Die Geburt war nicht mal im Ansatz erkennbar, das Bild hätte sonst was darstellen können! Ich fand es auch immer schon, wenn bei den Personenbeschreibungen gesagt wurde, das ist der Kaiser und auf dem Bild war dann ein Vorhang ein Holzbalken oder sonste was davor. Alles in allem war es aber sehr interessant.




Mittwoch und Donnerstag war nix besonderes, außer das es am Donnerstag aus Eimern geschüttet hat. Ich habe persönlich nix gegen Regen, aber japanischer Regen ist irgendwie anders als deutscher Regen. O.o?

Freitag bin ich dann mit Iris und Katrin shopping gegangen. Ich habe unteranderem Weihnachtsgeschenke gefunden und keine neuen Schuhe in pink. >.<>

Da ich dann schnell nach Hause wollte, bin ich zum Schnellzug geeielt. Ich hab nicht mehr rein gepasst. Der war so voll, dass die Leute schon außerhalb gewartet haben, dass das Signal ertönt, dass die Türen geschlossen werden, um sich dann hinein zu drängeln/pressen, denn wenn die das vorher machen (bevor sich die Türen schließen), werden die automatisch wieder rausgedrückt. Ich hab dann den nächsten Semiexpress genommen und einen Sitzplatz ergattert. Ich bin dann um zwölf im Wohnheim angekommen und tot in mein Bett gefallen.

Samstag habe ich geschlafen und angefangen meinen Blog auf Vordermann zu bringen. Jetz ist schon Sonntag, aber ich werde erstmal ein Bisschen schlafen, bin nämlich müde, und dann Hausaufgaben machen und lernen.

So, das war's!